Seit 30 Jahren ist Heidi Fritz Vorsitzende des Familien-Bildungsstätte Leonberg e. V. Für ihr außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement und ihre langjährige Verbundenheit mit der Einrichtung wurde sie feierlich im Rahmen des Dankesfeier für Kursleitungen und Vereinsmitglieder geehrt.

30 Jahre – das sind drei Jahrzehnte, in denen sich die Gesellschaft, Familien und die Anforderungen an Bildung und Begegnung grundlegend verändert haben. Die Familien-Bildungsstätte (FBS) Leonberg hat sich in dieser Zeit stetig weiterentwickelt. Eine Konstante blieb dabei: Heidi Fritz, die seit 30 Jahren den Vorsitz des Vereins innehat und dessen Entwicklung maßgeblich mitbestimmt hat.

Im Rahmen der jährlichen Dankesfeier, in diesem Jahr im Oktoberfest-Stil, würdigte Constanze Mansour, Leiterin der FBS Leonberg, diesen außergewöhnlichen Einsatz. Sie betonte, dass eine Vereinsvorsitzende weit mehr tue, als Sitzungen zu leiten oder Entscheidungen zu treffen. Es gehe darum, Verantwortung zu übernehmen, unterschiedliche Interessen zusammenzuführen, Entwicklungen zu begleiten und auch in herausfordernden Zeiten verlässlich an der Seite einer Einrichtung zu stehen.

„30 Jahre – das bedeutet vor allem Verbundenheit“, betonte Mansour. Verbundenheit mit der FBS, ihrem Bildungsauftrag und den Menschen, für die sie da ist.

Um das langjährige Wirken von Heidi Fritz zu beschreiben, wählte Constanze Mansour das Bild einer Lotsin: Eine gute Lotsin müsse den Überblick behalten, Gefahren erkennen, Orientierung geben und dafür sorgen, dass ein Schiff seinen Kurs nicht verliere. Und manchmal müsse sie es auch durch unruhiges Fahrwasser führen.

Dieses Bild passe besonders gut zu 30 Jahren im Ehrenamt. Denn auch die FBS habe in dieser Zeit Veränderungen und Herausforderungen erlebt. Neue Aufgaben, veränderte Rahmenbedingungen und wichtige Entscheidungen hätten immer wieder Ausdauer und Weitblick verlangt. Heidi Fritz habe die FBS durch diese Jahre begleitet und dazu beigetragen, dass sie ihren Kurs halten und sich zugleich weiterentwickeln konnte.

Heute erreicht die FBS mit ihren Kursen, Vorträgen und Veranstaltungen jedes Jahr zahlreiche Menschen. Sie bietet Bildungs- und Begegnungsmöglichkeiten für unterschiedliche Altersgruppen und Lebenslagen und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Miteinander in Leonberg. Diese Entwicklung sei das Ergebnis vieler engagierter Menschen. Doch wer über drei Jahrzehnte Verantwortung übernehme, präge eine Einrichtung in besonderer Weise. Die langjährige Amtszeit von Heidi Fritz stehe nicht nur für Beständigkeit, sondern auch für Vertrauen, Verlässlichkeit und tiefe Verbundenheit mit der FBS. Durch den unermüdlichen Einsatz von Heidi Fritz ist die FBS heute eine Bildungseinrichtung auf der Höhe der Zeit.

Mit herzlichen Worten dankte Constanze Mansour der Vorsitzenden im Namen der FBS für 30 Jahre Verantwortung, Vertrauen und Verbundenheit. Die Ehrung sei nicht nur Anlass, auf die gemeinsame Geschichte zurückzublicken, sondern auch, den Blick in die Zukunft zu richten.

„30 Jahre ein solches Ehrenamt auszuüben, ist außergewöhnlich. Es verdient Anerkennung, Respekt und vor allem unseren herzlichen Dank“, lautete die Würdigung.

Mit der Ehrung würdigt die Familien-Bildungsstätte Leonberg eine Frau, die ihre Entwicklung über drei Jahrzehnte begleitet und mitgestaltet hat. Für die kommenden Jahre wünschten ihr die Verantwortlichen weiterhin Freude an der Arbeit für die FBS und viele gute Begegnungen.

Gute-Nacht-Geschichte und Ausmalbild

Tief im Wald, zwischen hohen Tannen und weichen Moospolstern, lebte ein kleiner Bär namens Fabius. Fabius war neugierig auf alles. Besonders liebte er den Nachthimmel.

Jeden Abend setzte er sich vor seine Höhle und betrachtete die Sterne.

„Wie schön sie leuchten“, murmelte er. „Wenn ich doch nur einen Stern sammeln könnte.“

Eines Abends entdeckte Fabius einen besonders hellen Stern, der direkt über den Baumwipfeln funkelte.

„Heute versuche ich es!“, sagte er entschlossen.

Er stapfte durch den Wald, kletterte auf einen Hügel und streckte seine Pfote so weit wie möglich aus. Doch der Stern blieb unerreichbar.

„Vielleicht von dort drüben“, dachte Fabius.

Also wanderte er weiter. Unterwegs traf er ein Kaninchen.

„Wohin gehst du so spät?“, fragte das Kaninchen.

„Ich möchte einen Stern sammeln“, erklärte Fabius.

Das Kaninchen lächelte. „Dann wünsche ich dir viel Glück!“

Fabius zog weiter. Bald begegnete er einer Eule.

„Wohin führt dein Weg?“, fragte die Eule.

„Zu den Sternen!“, antwortete Fabius.

Die Eule nickte weise. „Manchmal findet man etwas ganz anderes als das, wonach man sucht.“

Fabius verstand nicht ganz, was sie meinte, und lief weiter.

Schließlich erreichte er eine kleine Lichtung. In ihrer Mitte lag ein stiller Teich. Als Fabius hineinschaute, hielt er überrascht den Atem an.

Im Wasser glitzerten Hunderte von Sternen!

„Ich habe sie gefunden!“, rief er begeistert.

Vorsichtig tippte er mit seiner Pfote auf einen der Sterne. Sofort tanzten kleine Lichtkreise über die Wasseroberfläche.

Da begriff Fabius: Die Sterne waren nicht im Teich. Es waren ihre Spiegelbilder.

Einen Moment lang war er enttäuscht. Doch dann setzte er sich ans Ufer und betrachtete das funkelnde Licht.

Der Wald war still. Die Nacht war warm. Über ihm leuchteten die Sterne, und unter ihm leuchteten sie noch einmal im Wasser.

„Vielleicht muss ich gar keinen Stern besitzen“, sagte Fabius leise. „Vielleicht reicht es, sie anzuschauen.“

Der Wind rauschte sanft durch die Bäume, als würde er zustimmen.

Fabius kuschelte sich ins weiche Gras und beobachtete den Himmel. Seine Augen wurden schwerer und schwerer.

Bald machte er sich auf den Heimweg. In seiner Höhle rollte er sich gemütlich zusammen.

Bevor er einschlief, blickte er noch einmal nach draußen.

Die Sterne funkelten freundlich über dem Wald.

„Gute Nacht, ihr Sternchen“, flüsterte Fabius.

Und mit einem zufriedenen Lächeln schlief der kleine Bär ein.

Mit KI erstellt

Für viele Familien beginnt im September ein ganz besonderer Lebensabschnitt: Der erste Schultag rückt näher. Neben Schultüte, Ranzen und neuen Turnschuhen begleiten viele Kinder und Eltern auch Aufregung, Vorfreude und vielleicht die eine oder andere Unsicherheit. Doch bevor die Schule beginnt, lohnt sich ein kleiner Perspektivwechsel.

Viele Erwachsene sind mit dem Satz aufgewachsen: „Jetzt beginnt der Ernst des Lebens.“ Vielleicht erinnern Sie sich selbst noch gut an Ihre Schulzeit. Sind Sie gern zur Schule gegangen? Haben Sie sich auf das Lernen gefreut? Oder verbinden Sie Schule eher mit Leistungsdruck, Noten und öfters auch unangenehmen Erfahrungen?

Unsere eigenen Erlebnisse prägen oft unbewusst, wie wir heute über Schule sprechen. Kinder hören dabei nicht nur unsere Worte – sie übernehmen auch unsere Haltung.

Wie wäre es deshalb mit einer anderen Botschaft?

„Jetzt beginnt ein neues Abenteuer. Du darfst entdecken, ausprobieren, Fragen stellen und jeden Tag ein bisschen mehr über die Welt und über dich selbst erfahren.“

Denn genau darum sollte es in der Schule gehen.

Schule ist ein Ort zum Wachsen

Kinder gehen nicht nur deshalb in die Schule, um zu zeigen, was sie bereits können. Sie sollten auch in die Schule gehen, um herauszufinden, was alles in ihnen steckt. Sie sollten in die Schule gehen, um herauszufinden, wer sie sind, was sie begeistert, welche Talente in ihnen schlummern und welche Fähigkeiten sie Schritt für Schritt entwickeln dürfen.

Jedes Kind bringt seine eigene Persönlichkeit, seine Neugier und seine Stärken mit. Manche Kinder entdecken ihre Begeisterung für Zahlen, andere für Geschichten, Musik, Bewegung oder das Forschen. Manche lernen schnell lesen, andere brauchen etwas mehr Zeit. Manche sind mutige Entdecker, andere aufmerksame Beobachter. All das ist in Ordnung.

Lernen ist kein Wettlauf, sondern ein persönlicher Entwicklungsweg.

In der Psychologie spricht man vom Growth Mindset – einer Haltung, die davon ausgeht, dass Fähigkeiten wachsen dürfen. Kinder müssen nicht alles sofort können. Das kleine Wort „noch“ macht dabei einen großen Unterschied.

„Ich kann das noch nicht.“

Dieser Satz öffnet die Tür für Entwicklung.

Vertrauen statt Perfektion

Mit der Einschulung beginnt nicht nur für Kinder etwas Neues. Auch Eltern wachsen in eine neue Rolle hinein. Gerade in den ersten Monaten brauchen Kinder viel Begleitung und Sicherheit. Gleichzeitig beginnt nun ein Prozess des Loslassens. Kinder möchten erleben, dass sie Dinge selbst schaffen können. Sie möchten sich ausprobieren, Entscheidungen treffen und auch einmal scheitern dürfen. Dafür brauchen sie vor allem eines: Vertrauen.

Vertrauen darauf, dass sie Herausforderungen bewältigen können. Vertrauen darauf, dass Fehler zum Lernen dazugehören. Und Vertrauen darauf, dass ihr Wert nicht davon abhängt, ob sie etwas auf Anhieb richtig machen.

Als Eltern müssen wir nicht jeden Stolperstein aus dem Weg räumen. Oft genügt es, da zu sein, zuzuhören und zu sagen:

„Ich glaube an dich. Wir finden gemeinsam einen Weg.“

Bewertungen sind Wegweiser – keine Urteile

Mit der Schule kommen früher oder später auch Rückmeldungen, Tests und Noten. Natürlich gehören sie zum Schulalltag. Doch sie sollten niemals darüber entscheiden, wie ein Kind über sich selbst denkt. Eine Bewertung beschreibt nicht den Wert eines Kindes. Sie zeigt lediglich, wo ein Kind gerade auf seinem Lernweg steht. Wenn eine Aufgabe noch nicht gelingt, bedeutet das nicht: „Ich bin schlecht in Mathe.“ Es bedeutet lediglich: „Hier gibt es noch etwas zu lernen.“

Genau hier können Eltern einen entscheidenden Unterschied machen.

Kinder erleben Misserfolge viel gelassener, wenn sie spüren, dass ihre Eltern hinter ihnen stehen. Wenn nicht die Note im Mittelpunkt steht, sondern die Frage:

„Was hast du heute gelernt?“

„Was hat dir noch Schwierigkeiten gemacht?“

„Was möchtest du morgen noch einmal ausprobieren?“

So lernen Kinder, Rückmeldungen nicht als Urteil über sich selbst zu verstehen, sondern als Orientierung für ihren nächsten Entwicklungsschritt.

Fünf kleine Impulse für den Familienalltag

Sprechen Sie mit Freude über Schule.
Kinder übernehmen unsere Haltung. Erzählen Sie von spannenden Dingen, die sie entdecken können: neue Freundschaften, Geschichten, Experimente, Musik, Sport oder das erste selbst gelesene Buch.

Loben Sie den Weg, nicht nur das Ergebnis.
Sätze wie „Du bist drangeblieben.“, „Du hast verschiedene Lösungen ausprobiert.“ oder „Ich sehe, wie viel Mühe du dir gegeben hast.“ stärken Ausdauer und Selbstvertrauen.

Fehler sind Helfer.
Fehler zeigen uns nicht, dass wir gescheitert sind. Sie zeigen uns, wo wir wachsen können. Wer Fehler machen darf, traut sich auch, Neues auszuprobieren.

Lassen Sie Ihr Kind Erfahrungen sammeln.
Nicht alles muss sofort perfekt funktionieren. Selbstständigkeit entsteht dadurch, dass Kinder eigene Lösungen finden dürfen – auch wenn diese manchmal noch holprig sind.

Bleiben Sie neugierig.
Fragen Sie weniger: „Welche Note hast du bekommen?“ und häufiger: „Was hat dich heute überrascht?“, „Worauf bist du stolz?“ oder „Was möchtest du morgen noch besser verstehen?“

Gemeinsam auf Entdeckungsreise

Vielleicht ist das die schönste Vorstellung vom Schulanfang:

Schule ist kein Ort, an dem Kinder täglich beweisen müssen, wie gut sie sind. Sie ist ein Ort, an dem sie entdecken dürfen, wer sie werden können. Sie lernen nicht nur lesen, schreiben und rechnen. Sie lernen, Verantwortung zu übernehmen, mit anderen zusammenzuarbeiten, Herausforderungen anzunehmen und an ihnen zu wachsen. Vor allem aber lernen sie Stück für Stück sich selbst kennen.

Und auch Eltern gehen diesen Weg mit. Sie dürfen begleiten, ermutigen, vertrauen und manchmal einfach staunen, welche Entwicklung in ihrem Kind steckt.

Wenn Kinder spüren, dass sie nicht perfekt sein müssen, sondern wachsen dürfen, entsteht etwas Wertvolles: Freude am Lernen. Und genau diese Freude ist vielleicht das größte Geschenk, das wir ihnen zum Schulstart mitgeben können.


Sie möchten Ihr Kind auf diesem Weg begleiten und dabei neue Ideen für entspanntes Lernen kennenlernen?

Folgende Kurse der Familienbildungsstätte begleiten hierbei:

Ich kann das! Junior

Ich kann das! Pro

Die mathemagische Forscherwerkstatt

Gemeinsam clever – Gehirnpower für Klein und Groß

Empfehlenswerte Webseite zu diesem Thema:

https://www.learnlearningwithcaroline.com

Lesetipps zum Schulstart

Mutmurmeln – schönes Ritual, um Mut zu tanken für den Schulstart

Ups, ich komme in die Schule – viele verschiedene Einblicke in den Schulstart, sowohl für freudig erwartungsvolle wie auch für ängstliche Kinder. Mit vielen Anregungen für Gesprächsimpulse.

Ein turbulenter erster Schultag für Anouk – Hier geht am ersten Schultag alles schief! – Wirklich?

Hallo Schule, hier kommt Ben – ein Mitmachbuch zum Schulstart


Was Ihr braucht:

Und nun geht es los 😊!

Bastelkurse mit ähnlichen Angeboten finden Sie hier:

Eltern-Kind-Kurse im Bereich Familie

Kurse im Bereich Kinder und Jugendliche

Kreissparkasse Böblingen unterstützt generationsverbindendes Bildungsprojekt

Große Freude bei der Familien-Bildungsstätte Leonberg e. V.: Das Projekt „Großeltern Aktiv“ erhält eine Spende in Höhe von 2.000 Euro von der Kreissparkasse Böblingen. Die symbolische Spendenübergabe erfolgte durch Steffen Killian, Geschäftsbereichsleiter Privatkunden für Leonberg und Sindelfingen, an Constanze Mansour, Leiterin der Familien-Bildungsstätte Leonberg e. V.

Das Projekt „Großeltern Aktiv“ stärkt Großmütter und Großväter in ihrer aktiven Rolle innerhalb der Familie und Gesellschaft. Mit Workshops, Vorträgen und Austauschformaten bietet es Raum für Bildung, Begegnung und generationsübergreifenden Dialog. Themen wie Erziehung im Wandel der Zeit, Kommunikation mit Enkelkindern oder der Umgang mit digitalen Medien stehen dabei ebenso im Fokus wie die Förderung von Gemeinschaft und persönlicher Weiterentwicklung.

„Großeltern leisten einen unschätzbaren Beitrag für Familien und damit für unsere Gesellschaft. Mit unserer Spende möchten wir dieses wertvolle Engagement stärken und die wichtige Bildungsarbeit vor Ort unterstützen“, betonte Steffen Killian bei der Übergabe.

Auch Constanze Mansour zeigte sich dankbar für die Unterstützung: „Die Spende ermöglicht es uns, das Projekt ‚Großeltern Aktiv‘ weiter auszubauen und noch mehr Großeltern in ihrer bedeutenden Rolle zu begleiten. Gerade der Austausch untereinander und neue Impulse für den Alltag mit Enkeln sind für viele Teilnehmende eine große Bereicherung.“

Mit der Förderung setzt die Kreissparkasse Böblingen ein klares Zeichen für generationsverbindende Bildungsarbeit in der Region. „Großeltern Aktiv“ trägt dazu bei, familiäre Bindungen zu stärken, Erfahrungen weiterzugeben und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern.

Was braucht euer Baby, um sicher und komfortabel durch die Welt gefahren zu werden? Von den Rädern über die Federung und die Wannengröße bis hin zum Verstauen im Kofferraum. Der Markt für Kinderwagen ist riesengroß und unübersichtlich. Da kommen schnell Fragen auf, was braucht ihr denn wirklich? Was passt zu euren Lebensumständen? Was braucht euer Baby und was ist „nice to have“?
Ihr bekommt in entspannter Atmosphäre einen Einblick in die Welt der Kinderwagen und findet heraus, was für euch und eure Lebenssituation perfekt passt. Zusammen schauen wir uns verschiedene Marken und Modelle sowie passendes Zubehör genauer an und testen bei gutem Wetter die Kinderwagen bei einem gemeinsamen Spaziergang auf verschiedenen Untergründen.

Kursort: Leonberg, Wichtelwiege Leonberg, Carl-Schmincke-Str. 7

Gebühr: 5,00 €
Paargebühr: 8,00 €

Weitere Infos und Termine

Superkraft oder Stolperfalle?

Stell dir vor, du hast einen Assistenten oder eine Assistentin in der Tasche, rund um die Uhr für dich verfügbar. Du kannst immer Fragen stellen, dir komplizierte Dinge schnell erklären lassen, Texte für dich zusammenfassen lassen oder Ideen für ein Geburstagsgeschenk für deine Geschwister sammeln. Genau das ist mit ChatGPT oder anderen KI-Chatbots möglich. Solche Programme wirken fast wie echte Gesprächspartner. Sie antworten schnell, sind höflich und wirken erstaunlich klug. Aber was steckt denn eigentlich dahinter? Und wie kannst du sie sinnvoll für dich nutzen?

Erst einmal schauen wir uns an, was KI denn ist. KI steht für „Künstliche Intelligenz“. Das Wort „Intelligenz“ passt meiner Meinung nach nicht so gut, besser finde ich persönlich das Wort „Imitation“. Denn Programm wie ChatGPT oder andere KI-Chatbots (wie Meta AI in WhatsApp oder Gemini) sind Computerprogramme, die von Menschen mit riesigen Mengen an Texten, auch Daten genannt, trainiert wurden. Sie erkennen Muster in Sprachen und können dadurch passende Antworten formulieren. Wichtig zu wissen ist, dass der Chatbot dich nicht wie ein Mensch „versteht“: Es fühlt nichts, denkt nicht selbständig nach und hat auch keine eigene Meinung. Deshalb spreche ich lieber von „Imitiation“ statt von „Intelligenz“. 

Der Chatbot berechnet nur Wahrscheinlichkeiten, in ihm steckt Mathematik. Die Antworten von KI-Chatbots wirken oft beeindruckend, doch sind sie nur eine Berechnung: Es wird auf deine Frage, die du stellst, gerechnet, welche Wörter statistisch am Besten als Antwort passen. Um KI-Chatbots sinnvoll für sich zu nutzen, ist das Wissen, wie sie funktionieren total wichtig. Denn dann weiß man, wie sie uns unterstützen können und wann eine Nutzung auch gar keinen Sinn macht.

Vielleicht kennst du das: Du sitzt vor deinen Matheaufgaben und verstehst einfach nicht, wie du anfangen sollst. Da kann ein KI-Chatbot dir als Lernbegleiter ganz gut helfen und die Rechenwege Schritt für Schritt erklären. Auch in anderen Fächern kann es dir eine Unterstützung sein – Epochen in Geschichte zusammenfassen oder dir beim Strukturieren einer Präsentation helfen. Auch kannst du dir Begriff erklären lassen. Wichtig ist, wie du die Fragen stellst. Diese werden auch „Prompts“ genannt. Hier findest du Ideen, wie du sie formulieren kannst:

https://www.rheinwerk-verlag.de/professional-computing/wissen/chatgpt-fuer-schueler/?srsltid=AfmBOoriv-zqiOzfHU_XB0ffaHCSZmRC5kwQzeNDyu-IwNBt-As3FCQS

https://studyflix.de/informatik/prompt-schreiben-fuer-einsteiger-8425

Wichtig ist, dass die KI dir Vorschläge liefert. Die eigentliche Leistung sollte von dir kommen, denn wenn du alles einfach kopierst, lernst du eventuell nichts. Und beachte bitte: Die KI macht auch Fehler, denn sie arbeitet mit Wahrscheinlichkeiten. Wenn solche Fehler passieren, spricht man von „Halluzinationen“. Die KI halluziniert und erfindet Dinge. Deshalb ist es wichtig, dass du die Antworten immer prüfst. Dafür brauchst du eigenes Wissen. Am Meisten hilft dir ein KI-Chatbot, wenn du der eigentliche Experte oder die Expertin bist!

Die 10 Gebote der KI-Ethik helfen dir, die wichtigsten Punkte bei der Nutzung von KI-Chatbots zu beachten (https://www.klicksafe.de/materialien/10-gebote-der-ki-ethik)

Autorin: Filiz Tokat, Medienpädagogin

https://www.cafe-b21.de/


Junge Stimmen, starke Botschaften: Kinder und Jugendliche prägen Preisverleihung in Leonberg
Leonberg. Mit feierlichem Beginn startete eine Veranstaltung im Haus der Begegnung, die ganz den jungen Stimmen gehörte: Als das Jugendsinfonieorchester der Jugendmusikschule Leonberg eine gekürzte Fassung von Beethovens „Ode an die Freude“ spielte, entstand ein gemeinsamer bewegender Moment, der das Thema des Nachmittags spürbar machte: Zusammenhalt, Menschlichkeit und Hoffnung.
Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus wurden am 25. März in Leonberg die Preisträgerinnen und Preisträger des Kreativwettbewerbs „Deine Stimme. Dein Zeichen. #gegenRassismusfürDemokratie“ unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Tobias Degode ausgezeichnet. Mit dem Wettbewerb soll die Auseinandersetzung junger Menschen mit demokratischen Werten gefördert und ein Zeichen für faires, respektvolles Miteinander gesetzt werden. Doch schnell wurde klar: Im Mittelpunkt standen nicht nur Urkunden und Preise, sondern die Kinder und Jugendlichen selbst: ihre Gedanken, ihre Geschichten und ihr Blick auf eine Welt, die sie mitgestalten wollen.
89 Teilnehmende im Alter von sechs bis 18 Jahren hatten sich mit insgesamt 30 Projekten eingebracht. Ihre Beiträge waren so vielfältig wie ihre Perspektiven: Bilder, Gedichte, Filme, Musikstücke, Theater und Installationen. Was sie verband, war ihre Ernsthaftigkeit – und der Wunsch, gehört zu werden.
Auf der Bühne zeigte sich, wie viel Ausdruckskraft in jungen Stimmen steckt. Besonders die jüngeren Teilnehmenden beeindruckten mit ihrer Klarheit. „Der Film mit der Maus – Rassismus muss raus“ von Jona und Amelie vermittelte eine klare Botschaft gegen Rassismus in einfachen Bildern. Tobias und Lukas überzeugten mit ihrer „Monster-Box –Zauberwürfel bleibt bunt – wie unsere Welt“, während Paula und Victoria in ihrem Lied „Unterschiedlich und gleich“ von Gemeinsamkeiten sangen. Deutlich und direkt wurde es im mitreißenden Rap „Ohne Rassismus“ von Frederik, Felix und Pepe.
Mit zunehmendem Alter wurden die Beiträge in der Altersgruppe 15 bis 21 Jahre persönlicher, oft auch nachdenklicher. Falisha setzte mit ihrem Song „Limited Time“ ein emotionales Zeichen. Das Jugendsinfonieorchester selbst wurde für sein Video „Orchesterstimmen“ ausgezeichnet. Den ersten Platz gewann Saghar mit einer Kombination aus gemalter Leinwand und Spoken Word „Die Stimme für Frauen“ – ein künstlerisch kraftvoller Auftritt, der lange nachwirkte
Still wurde es im vollbesetzen Saal, als Fatima ihr Gedicht „Zwischen gestern und heute“ las. Sie sprach von Krieg, von Abschied und vom Ankommen in Deutschland. Ihre Worte machten deutlich, dass hinter vielen Beiträgen persönliche Erfahrungen stehen. Erfahrungen, die berühren und zum Nachdenken zwingen.
Die Erwachsenen an diesem Tag – darunter Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Gesellschaft – rückten bewusst in den Hintergrund. In ihren Grußworten würdigten sie die Offenheit und den Mut der jungen Menschen. Oberbürgermeister Tobias Degode betonte, dass Rassismus nicht nur Einzelne treffe, sondern das gesellschaftliche Miteinander gefährde. Umso wichtiger sei es, dass Kinder und Jugendliche ihre Stimme erheben. Auch Carolina Monfort Montero, Integrationsbeauftragte des Landkreises Böblingen, hob hervor, wie bedeutend solche Initiativen für ein vielfältiges und respektvolles Zusammenleben sind.
Im Vorfeld der Veranstaltung lag die anspruchsvolle Aufgabe bei der Jury, die aus Mitgliedern des Jugendausschusses, der Lokalen Agenda-Gruppe „Leonberg bleibt bunt“, des Internationalen Rates sowie dem Oberbürgermeister bestand. Angesichts der Qualität und Tiefe der Beiträge sei die Auswahl nicht leichtgefallen. Zu viele Arbeiten hätten überzeugt, bewegt und neue Perspektiven eröffnet. Die multimediale Ausstellung im Haus der Begegnung ermöglichte, alle Beiträge betrachten zu können und darüber in den Austausch zu kommen.
Organisiert haben den Wettbewerb Constanze Mansour von der Familien-Bildungsstätte Leonberg und Wiebke Hebold, die Integrationsbeauftragte der Stadt. Beide zeigten sich überwältigt von der Resonanz, der Vielfalt und Intensität der eingereichten Arbeiten, aber auch von der Hilfsbereitschaft der Sponsoren aus der regionalen Wirtschaft. Aufgrund der positiven Rückmeldungen werden nun Folgeaktionen geplant.
Dass dies möglich wurde, ist auch der Unterstützung zahlreicher Sponsorinnen und Sponsoren zu verdanken, die den Wettbewerb begleitet und die Preise gestiftet haben. Darunter Volksbank Leonberg-Strohgäu eG, Lions Club, Kreativdruck Leonberg und az-design, h&h Apotheke, Bosporus Grill und Restaurant, Eisautomat, Freestyle Academy, Live Exit Renningen, VHS Leonberg, SV Leonberg-Eltingen, Stadtwerke Leonberg, Bild+Rahmen, Sinjes Conceptstore, Rittersport, Tripsdrill, Holy und diverse Buch- und Spielverlage. Ihr Engagement trägt dazu bei, dass junge Stimmen sichtbar werden – und gehört bleiben. Der Wettbewerb wird in Teilen gefördert durch den Integrationsfonds „Vielfalt ist unsere Stärke – Gemeinsam gegen Diskriminierung, Rassismus und Ausgrenzung“, ausgerufen vom Verein Landkreis Böblingen bleibt bunt e.V.
Am Ende blieb vor allem ein Eindruck: Diese jungen Menschen haben etwas zu sagen. Und sie tun es – kreativ, mutig und eindringlich. Ihre Beiträge zeigen, wie wichtig es ist, ihnen Raum und Gehör zu geben, jetzt und in der Zukunft.